Pädagogische Schwerpunkte

Soziales Lernen, Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit, Sprachentwicklung, Schulfähigkeit, Naturerfahrungen und Religiöse Erziehung. Diese Ziele stellen wir in den Vordergrund unseres pädagogischen Handelns.
 
Wir richten den Blick auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes – mitsamt seiner individuellen Persönlichkeit sowie seiner Stärken und Schwächen. Auch finden jede Lebenssituation und Geschichte im Alltäglichen Berücksichtigung. Wir begleiten es auf seinem ganz persönlichen Entwicklungsweg.
 
Aufgrund dieser Ziele haben wir für die Kinder einen Rahmen geschaffen, der viel Platz zur individuellen Gestaltung des Alltags lässt und gleichzeitig feste Konzepte in unserem Alltag integriert welche die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und fördern.
 

Soziales lernen – Sozialkompetenz

In unserem Kindergarten treffen die Kinder auf eine Gruppe mit einer Gruppenstärke von 20 bis 22 Kindern. Hier haben Sie oftmals den ersten Kontakt mit anderen gleichaltrigen Kindern. Die Kinder lernen Freundschaften zu knüpfen, werden darin bestärkt und lernen Konflikte gewaltfrei und ohne Hilfe von Erwachsenen zu lösen. Sie lernen Ihre Meinung Selbstbewusst zu vertreten, und für Ihre Bedürfnisse einzustehen. Sie lernen die Regeln der Gruppe kennen und sich daran zu halten. 
 

Selbständigkeit / Selbstbewusstsein

Selbständiges Frühstücken, sich an und umziehen und der selbständige Toilettengang wird in Begleitung der Erzieherin geübt, bis das Kind in der Lage ist, seinen Alltag selbständig zu bestreiten. Die Kinder werden unterstützt und ermutigt Dinge auszuprobieren und Erfahrungen zu machen, die Sie zu Hause vielleicht noch nicht alleine machen dürfen. (Getränke einschenken, mit einem Messer schneiden etc.)
 
Wir ermutigen die Kinder, für sich selbst und ihre Bedürfnisse einzustehen. Auch erfahren sie, wie sie diese gewaltfrei kommunizieren können. Auch sind die Themen „Nein sagen“ und die Präventionsarbeit im Vorschulalter wichtiger pädagogischer Bestandteil.
 

Sprachförderung

Ein großer Baustein unseres Konzeptes ist die Sprachförderung. Viele Kinder kommen zu uns in die Einrichtung und erlernen hier die Sprache Deutsch als zweite oder sogar dritte Sprache.
 
Aktuell arbeiten wir nach dem Kolibri Programm der L-Bank, das uns eine Sprachförderkraft ermöglicht, die sich mit aktuell 3 Gruppen, 3-Mal wöchentlich für eine Stunde trifft und auf spielerische Weise intensiv mit den Kindern arbeitet (genauere Erläuterungen finden sich im Sprachförderkonzept im Anhang).
 
Einmal wöchentlich, bieten wir das SBS (Singen-Bewegen-Sprechen) Programm der Musikschule Konstanz an. Hier haben Kinder mit  und ohne Sprachförderbedarf, die Möglichkeit daran teilzunehmen.
 
 

Schulfähigkeit

Um den Übergang für die Kinder vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern und sie auf die zukünftige Zeit als Schulkind vorzubereiten, finden wöchentliche Treffen a´ 45 Minuten zwischen den zukünftigen Schulkindern statt. Hierbei werden die Feinmotorik durch Schwung und Schneideübungen geübt, sowie Zahlen, Mengen, Buchstaben und Anlaute kennengelernt. Ebenso stehen die Förderung und Durchführung von Rhythmikübungen und Reimen sowie besondere Projekte und Ausflüge auf der Agenda. Begleitet werden die pädagogischen Fachkräfte und zukünftigen Schulkinder dabei von einem Lehrer der Grundschule Petershausen. Genauere Infos entnehmen Sie bitte dem Schulkind Konzept im Anhang.
 

Naturerfahrung

Unser Kindergarten liegt mitten in einem Wohngebiet. Aus diesem Grund ist es uns wichtig den Kindern umfassende Naturerfahrungen zu ermöglichen. In der Regel nutzen wir unseren Ti-Ta-Jo-Ba Tag dazu, auf Ausflüge zu gehen. Zusätzlich findet 2-Mal jährlich eine Wald- und Draußenwoche satt. Im Frühling ist die verpflichtende Teilnahme an dieser Woche für alle Kinder des Kindergartens vorgesehen – im Herbst findet diese dann auf Wunsch der Kinder und freiwilliger Basis statt.
 
Gerne erkunden wir auch spontan die nähere Umgebung mit den Kindern. Hier bieten sich diverse Spielplätze oder das nahe Rheinufer an.
 

Bewegung

Bewegung ist das A und O in der kindlichen Entwicklung. Denn Bewegung und Wahrnehmung bilden die Grundlage des kindlichen Lernens. Von Geburt an setzen sich Kinder über Bewegung mit sich selbst, ihren Mitmenschen und den räumlichen sowie materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt auseinander. Bewegung ist somit ein wesentlicher Zugang sich die Welt anzueignen. In der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper wird so das Körperbewusstsein gefördert.
Außerdem ist Bewegung ein wichtiger Baustein für eine gesunde Entwicklung. So beugt sie beispielsweise Übergewicht vor und regt das Herz-Kreislauf System an etc..
 
Über die Bewegung sammeln Kinder unterschiedlichste Erfahrungen und werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt.
  • Sie lernen sich selbst einzuschätzen, gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und erleben sich durch ihre Bewegungshandlungen als selbstwirksam.
  • Ein gutes Bewusstsein über die eigenen körperlichen Fähigkeiten führt außerdem zu einem positiven Selbstbild und stärkt darüber hinaus das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl.
  • Sie lernen sich und ihren Körper kennen mitsamt seinen Möglichkeiten und Grenzen: Spaß, Abenteuer, Stärke, Leistung, Entspannung, Müdigkeit, Erschöpfung
  • Sie machen sich ein Bild von der Welt und erfahren Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwelt: Was ist oben, was ist unten? Wie schnell ist schnell und wie langsam ist langsam?
  • Sie sammeln Wissen und lernen durch aktives Tun. Dieses bildet die Grundlage für alle kognitiven Prozesse sowie für das Lesen, Schreiben und Rechnen.
  • Ebenso besteht ein enger Zusammenhang zwischen Bewegung und Sprache. Je jünger ein Kind ist, desto mehr nutzt es Bewegung, Gestik und Mimik, um sich mitzuteilen und Erkenntnisse zu gewinnen. Mit zunehmendem Alter, nutzt das Kind Sprache als weiteres Mittel zur Erkenntnisgewinnung. Das heißt, ein Kind muss durch Ausprobieren, Erfahrungen sammeln und Dinge begreifen.
Im Alltag bieten wir daher vielfältige Bewegungsmöglichkeiten an. Diese unterstützen die Kinder dabei sich ganzheitlich zu entwickeln. Dazu gehört auch das Erwerben und Verfeinern von Grob- und Feinmotorik, sowie das Erleben der eigenen Sinne.
 
Jede Gruppe hat feste Turnhallenzeiten. Täglich gehen alle Kinder für mindestens eine Stunde in den Garten.